D-Runde: Marktredwitz -> Bayernturm b. Zimmerau

Tag 101 bis Tag 109: E6 – Frankenwald

So gaaanz allmählich schließt sich die Wanderrunde. 

Markierung des E6 im Frankenwald

Wir verlassen das schöne Städtchen Marktredwitz.

Das Fichtel“gebirge“ wartet mit eigenartigen Baumpilzen auf.

Tautropfen an Baumpilz.

Der Blick für die Details schärft sich, wenn die großen Außenreize (=Berglandschaft) fehlen.

Meine Tochter, mein Schwiegersohn und mein Enkel begleiten uns für drei Tage auf unserem Weg. Ihr Wohnmobil bietet uns am Abend und Morgen Komfort (waschen, kochen, Sachen deponieren), den wir sehr schätzen. Die Etappen sind zwar kürzer, jedoch wegen des intensiveren Erlebens des Kleinen dafür umso abwechslungsreicher. Danke fürs Kommen.

Passend dazu finden wir in der Folgenacht Unterschlupf in der „Großvaterhütte“.


Windkraft der ersten Generation

Obwohl eigentlich völlig selbstverständlich in unserem Kulturkreis:
Ich bin immer wieder erstaunt, wie selbstverständlich ein am Kreuz gefolterter, blutender junger Mann auf Gipfeln und an Feldrainen zur Schau gestellt wird, – zu welchem Zweck und mit welcher Absicht?

Wir ziehen weiter durch den Frankenwald, mal abwechslungsreich, mal eintönig. Man merkt, dass der E6 nicht „vermarktet“ wird.

Das über 10km lange Kremnitztal beeindruckt uns sehr durch seine Stille und Einsamkeit.

Der Herbst erinnert an sich mit Kälte und Regen.

Für Cineastende gab es in Mitwitz schon bessere Zeiten.

Seßlach: In einer fränkischen Wirtschaft werden wir mit selbst gebrautem Bier und „Schäufele“ versorgt. 

Dampfender Herbstacker

Schweinezuchthaus an dampfenden Herbstacker.

Skandinavische Wanderidylle
an Europas modernsten Schottersteinbruch.

Im Berggasthof „Bayernturm“ stoßen wir auf die nachhaltige Nutzung von Unterhaltungsgeräten.

Vom Bayernturm, der etwas in die Jahre gekommen ist, war es möglich „in die DDR zu gucken“. In den 60er, 70er und 80er Jahren ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Jetzt ist er „nur noch“ Landschaftsaussichtsturm und beginnt ein „lost place“ zu werden, wenn nicht eine andere gute Idee daherkommt …

Ein „lost way“ kann auch der E6 im Frankenwald werden: teilweise schwer auffindbare Wege mit zum Ende hin steigendem Schotterweganteil, wenig Gastronomie und Lebensmittelläden und zu große Distanzen zwischen den wenigen möglichen Unterkünften, – nicht alles lässt sich auf „Corona“ zurückführen.

Insbesondere die Eindrücke vom Fichtelgebirge, dass anscheinend irgendwie dazugehört, erhöhen unsere Bewertung von zwei auf drei von fünf Sternen.

Kenndaten: 9 Tage, 212 km, / 4.956 Hm, 5.064 Hm

Ein Kommentar

  1. Unknown
    4. Oktober 2020
    Antworten

    Gruß von Großvater zu Großvater! Und am besten hier gefällt mir die Jukebox! Eisdiele 60er Jahre! U.

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