D-Runde: Geismar -> Kassel

Tag 121 bis Tag 124: E6/X5H-X7.

Das ist kein Geheimcode oder die Antwort auf die Frage aller Fragen…, sondern sind die Markierungskürzel unserer letzten Etappen. Wir orientieren uns mal wieder am Europäischen Fernwanderweg E6, der hier identisch ist mit dem Werra-Burgen-Steig Hessen (X5H). Klasse Wegführung, gute Markierung in abwechslungsreicher Landschaft.

Kurz nach Bad Sooden-Allendorf übernachten wir in einer historischen Schutzhütte, die etwas schwierig aufzufinden ist. Die Klepsche Baude wurde schon im 19. Jahrhundert als Tanzdiele für die Kurgäste des damals neuen Kurortes Bad Soden errichtet. Mehrmals wieder instand gesetzt, zuletzt 2002, werden die Geschicke dieses Ortes mehr und mehr durch die nichtmenschliche Natur gelenkt. Schade?

Versteckte Wegmarkierung

Die bunten Herbstfarben kommen immer häufiger vor, jedoch braucht es noch mindestens zwei Wochen bis zu ihrer vollen „Blüte“.

Auf dem Herkulesweg (X7) streben wir unserer Wahlheimat Kassel entgegen.

Der Bilstein im Kaufunger Wald überrascht uns nochmal mit einer grandiosen Fernsicht in fünf Bundesländer (Hessen, Thüringen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bayern) und einem orts- und geschichtskundigen Gastwirt in einer der ältesten Wald-Schutzhütten Deutschlands.

War mir vorher alles nicht bekannt.

In einem alten Basaltsteinbruch fanden wir unseren letzten DraußenSeinÜbernachtungsplatz.

Wie Orgelpfeifen umgeben uns dort etwas mystisch die noch vorhandenen Steelen.

Wir müssen alle WärmeRegister ziehen, damit uns in den Morgenstunden nicht kalt wird.

Das anschließende Frühstück nehmen wir trotz heißem Tee und Kaffee etwas fröstelnd ein und sind froh, dass wir uns anschließend in Bewegung setzen können.

Und so geht es durch aus- und aufgeräumten Waldabschnitte weiter durch den Kaufunger Wald und das Niestetal zu unserer letzten Station, dem Zuhause meiner Tochter. Hier bereiten wir uns mit Hilfe warmer Dusche, köstlicher Suppe und angenehmen Gesprächen auf die kommende Zuvielisation vor.

Ein längerer Spaziergang gemeinsam mit einer weiteren Freundin und ihrem Hund durch Stadteile von Kassel, die ich bisher nur vom Durchfahren her kenne, bringt uns letztendlich an unseren Zielort, der am 1. Juni bereits Startort war.

Der Kreis schließt sich. Herbst und Winter können kommen.

Kenndaten: 4 Tage, 78 km, / 2.055 Hm, 2.096 Hm

2 Kommentare

  1. Unknown
    16. Oktober 2020
    Antworten

    Eine in mehrfacher Hinsicht bemerkenswerte Runde scheint zuende zu sein. Mein SEHR großer Respekt! Kann man da so einfach wieder zuhause unter Dach und Fach schlafen? Oder schlägst du das Zelt im Garten auf? Und: Was benötigt solch eine 'Veranstaltung' an finanziellen Mitteln? Und die mentalen Mittel müssen ja auch stimmen. Austausch (wenn erwünscht) gerne über andere Kanäle als über diese Kommentarfunktion. Übrigens: der Button 'Ich möchte Benachrichtigungen erhalten
    ' funktioniert nicht. herzliche Grüße U.

    • Klaus Gräbe
      17. Oktober 2020
      Antworten

      Hallo U.
      Vielen Dank für deinen kontinuierliche Begleitung. Ja, bevor das Wetter ganz feucht und kühl geworden ist, sind wir "dahoam" angekommen.
      Eine Aufarbeitung des Erlebten (Kenndaten, Erfahrungen, Schlussfolgerungen) steht noch aus und wird in einem weiteren Blogeintrag erfolgen. Vielleicht entsteht im Laufe des Winters auch eine kleine Slideshow (vormals Diavortrag).
      Deinen Hinweis ("der Button 'Ich möchte Benachrichtigungen erhalten
      ' funktioniert nicht.") kann ich nicht nachvollziehen. Bei anderen Interessierten funktionierts.

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