GTA-Nord: Piamprato -> Santuario di Prascondù

Tag 28, Samstag: 

Obwohl (oder weil?) er einer der spannendsten Tage war, gibt es nur wenige Bilder.

Die Erinnerungen jedoch bleiben. Von Piamprato im Valle Soana kamen wir sechs GTAler mit dem Bus nach Ronco. So ersparten wir uns ca. zwei Stunden Straßenlauf.

Als Alternative gab es noch eine fünfstündige Wanderung durch ein schönes Tal nach Ronco, was einen ganzen Tag und eine weitere Übernachtung dort bedeutete. Ronco ist ein Eingangsort zum Nationalpark Gran Paradiso, was ihn touristisch attraktiv und lebhaft macht (Autoverkehr, etc.).

Nach dem etwas traurigen Abschied von zwei GTAlerinnen aus der Schweiz zogen wir Restlichen zunächst noch ein paar Kilometer Asphalt bergauf, bis wir wieder auf natürliches Gelände kamen.

Gleichzeitig kamen dunkle Wolken auf, die auch bereits von mehreren WetterApps angekündigt waren. Weiter ging es bis auf 1922m zur Alpe Goie, wo uns Wind und Regen zwangen, unsere Regensachen anzuziehen. Eigentlich wollten wir den Regen und das aufkommende Gewitter hier abwarten, doch begannen wir zu frieren und beschlossen weiter zu laufen.

Oben dann am Col de Crest, 2042m, erwischte uns das Gewitter voll. Es war direkt über uns und wir verkrochen uns im Hagelschatten an eine Felswand. Und froren. Dennoch hieß es abwarten bis das Gewitter zumindest einige Kilometer entfernt war. Dann zogen wir, durchgefroren, durch nasse Grassteilhänge langsam und vorsichtig abwärts. Langsam nahmen Regen und Gewitter und damit unsere Anspannung ab.

Im Santuario di Prascondù wurden wir belohnt: Ein Männerchor aus Seisa gab ein Konzert in der kleinen Kirche mit hauptsächlich weltlichen Bergsteigerliedern. Und Valentina, die gute Fee des Hauses, zauberte ein vielfältiges Abendessen und der köstliche Wein rundete das Ganze ab.

Die GTAlerInnen: La Familia Traversata

Der Tag fand einen guten Abschluss im Santuario di Prascondù.

Tag 28: ~7,3 Std. ~12,5km / ~1190m \ ~790m

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