D-Runde: Kassel -> Battenberg

Tag 1 bis Tag 6: HabichtswaldUrwaldHerkules-SteigWeg

Am Pfingstmontag geht es in aller Gemütsruhe los. 

Zunächst durch die fast leeren Straßen von Kassel laufen wir langsam auf durchgelatschten Wegen durch den Bergpark Wilhelmshöhe. 

Von der Löwenburg aus ein letzter Blick zurück auf Kassel

Wiederum auf bekanntem Habichtswaldsteig geht es weiter bis zur Burgruine Falkenstein, die mir als Lagerplatz schon gut bekannt ist. Hier bekommen wir nochmal Abschiedsbesuch eines guten Freundes, der uns mit Bier, Wein und Apfelsinen versorgt. Es ist ein wunderschöner Abend mit kleinen, nervigen schwarzen Fliegetierchen.

Abendstimmung an der Burgruine Falkenstein

Vorfrühstück für Wandernde.
Die Apfelsinen werden zum Frühstück gleich verwertet und sind der Kick in den Morgen.

Das Begleitbunt am Wegesrand begeistert.

Weniger begeistert sind wir bei diesem „Garten des Grauens“. Diese neue Art von LanschaftsVerschandelung soll uns noch des öfteren begegnen.

Am Naturschutzgebiet Hengstwiese, einem Kleinod an diesem Weg, üben Bäume das Spalierstehen während im Wasser riesige Karpfen flanieren und ein Eisvogel sein blaues WunderFederKleid zeigt.

Fast haben wir  die Hoffnung auf ein stilvolles Schlafplätzchen schon aufgegeben. Da überrascht uns dann doch noch die Sengelsberghütte mit einem ebenen, überdachten Plätzchen, einer Bank und einer tollen Aussicht ins Edertal. 

Lagern an der Sengelsberghütte

Ein weiser Spruch hängt über dem Schlafplatz …

Nach ausgiebigem Schlaf und Frühstück liegt nur noch eine kurze Etappe bis Waldeck vor uns. In der VorMittagsZeit erreichen wir den Ort und haben noch genügend Zeit, die Vorräte aufzufüllen und die gebuchte Pension aufzusuchen. Ein Nachmittagsgewitter rundet den kurzen Wandertag ab. Alles richtig gemacht. Prima.

Schloss Waldeck im Regen

Den ersten Teil des Urwaldsteiges erwandern wir im Dauerregen und dazu passender Kleidung. In so vollem Grün kenne ich den Weg bisher noch nicht.

Eine Aufreihung von Ferienwohnungen des Grauens heißt uns auf Scheid willkommen. 

Junge Bucheckern strecken sich dem Regen entgegen.

Gleichzeitig lässt das Nass Wildtiere, z.B. Feuersalamander, aus ihren Schlupflöchern kommen, die man normalerweise nur selten zu Gesicht bekommt.

Getreideleben mit Korn- und Mohnblume

Für die Nacht gewährt uns eine inaktive Ferienanlage des Landkreises Unterschlupf vor Wind und Wetter.

Dabei überrascht uns ein Waschbär in der Dämmerung mit seiner Dreistigkeit, wie er unsere Sachen während unserer Anwesenheit auf Essbares durchsucht. Rufe, Stockwürfe und der Lichtschein einer LED-Stirnlampe verjagen ihn endlich.

Am Folgetag ein letzter Blick auf Edersee und …

… Knorreichen, bevor es über den Herkulesweg weitergeht in unbekanntes Terrain.

Landschaft und Wege werden weiter.

In diesem Jahr fallen mir häufig Ansammlungen vertrockneter Fichten auf, die aufgrund der vergangenen trockenen Sommer entstanden sind. Der Borkenkäfer erledigt dann den Rest.

Ein Baumbild des Grauens

Eine Herberge finden wir in Sachsenberg. Sie schützt uns vor dem wirklich gewaltigen Regen, der herunterkommt. Jedoch stimmen Anspruch (im Web wurde eine verwöhnende Gourmetküche angekündgt) und Wirklichkeit ( gehobenes Schnellimbiss-Niveau) bei Essen und Trinken gar nicht überein. Leider.

Scotney Castle in Hommershausen

Wir werden begleitet von wilden Wolken, prasselndem Regen, weiter Landschaft und sind guter Laune obwohl der Wind heftig bläst. Da helfen nur Wildschweinsalami auf Vollkornbrot.

Zuletzt geht es auf dem Ederhöhenweg nach Battenberg.

Augenschmaus am Wegesrand

Dieses Schild ist so verwittert wie der Weg auf Teilstrecken zugewuchert ist. Daher sehr zu empfehlen.

Kenndaten: 6 Tage, 130 km, / 3.544 Hm, 3.406 Hm

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