HRP-Ost: Ref. des Bésines -> Étang de Pradelle

Tag 18, Sonntag:

Der Morgen beginnt frisch, kühl und irgendwie neu.

Morgenstimmung beim Aufbruch vom Refuge de Bésines 

Dieses leuchtende Blau des Himmels und das Grau/Grün in der Landschaft ist hier in den Pyrenäen besonders intensiv. Ich bewundere ich immer wieder, – kommt auf Fotos leider nur zum Teil rüber. 

Pioniermoos erobert Steinwelt

Pioniermoosblüte

Die Seen hören immer noch nicht auf, da zu sein.

Die Pässe sind heute gemäßigter, – ist ja Sonntag.

Schäferhütte: dunkel, stinkt nach kaltem Rauch und ist dreckig.

Suchbild: Wanderer am Pass

Ab dem Pass zieht sich ein langes Tal auf ca. 2100hm. Ein echter Sonntagsspaziergang durch Wiesen, die sich mit Sumpfland abwechseln.

Bei solche Art von Wegen kommt bei mir ein bisschen Langeweile auf, andere Menschen kommen da  evtl. in eine meditative Stimmung.

Zum Hochtalende erreiche ich den größten See der Pyrenäen, den Lac des Bouillouses (2015m).

Idyll

Der See ist natürlich ein beliebtes Ausflugsziel. Doch auch hier nimmt nur auf den letzten 500m zum Ende des Sees die Anzahl der Ausfliegenden exponentiell zur Nähe des Parkplatzes zu.

Das in meinem Wanderführer angekündigte Refuge Bouillouses hat leider seit längerem anscheinend für immer geschlossen. Die Auberge de Carlit ist voll belegt. So kommt heute Abend mal wieder mein Zelt zum Einsatz. Eine Stunde ist es noch bis zu einer Hütte am See (Étang de Pradeille). Der Weg führt gemütlich über eine Hochebene. Es könnte auch auf einer Hochebene im Südschwarzwald sein, außer dass ich mich auf ca. 2000hm befinde und rundum Pinien stehen anstelle von Fichten.

Die Hütte erweist sich als Flop. Wieder eine dunkle, nach kaltem Rauch stinkende, dreckige Behausung.

Da nehme ich doch lieber den See …

… und stelle mein Zelt auf.

Der Rest ist schon Routine. Bon Nuit.

Tag 18: ~7,3 Std. ~18,9 km  /~650 m \~780 m

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