HRP-Ost: Mines des Batère -> Moulin de la Palette

Tag 23, Freitag:

Jetzt bin ich noch temporärer Gite-Verwalter geworden und sitze auf der Terrasse des Ecogite Moulin de la Palette (661m) und warte auf Gäste, die nicht mehr kommen werden.

Doch zurück zum heutigen Morgen:

Erstmal ließ sich, es kündigte sich seit Tagen schon an, meine Kamera nicht mehr einschalten. Ob sie noch reparabel ist, wage ich zu bezweifeln, da auch das Display schon ziemlich lädiert ist. So wird die Qualität der Bilder ab jetzt etwas schlechter sein, da ich nur noch mit dem mobiltel fotografieren kann, – aber immerhin.

Das war die Aussicht kurz mach dem Wachwerden vom Gite de Batère gen Mittelmeer …

Nach einem ausgiebigen Frühstück (immerhin brauchte ich heute nur! sieben Stunden laufen bis zum Etappenziel) nahm ich auch Abschied vom nicht renovierten Teil der Bergarbeiterunterkunft. Hier gibt es noch viel zu tun …

Es ging 1300 Hm abwärts, vorbei an Disteln …

… und durch schon recht trockene Landstriche.

Irgendwie kam es mir vor, als würde gleich das Meer kommen. Es war feuchtheiß. So geschwitzt hatte ich schon lange nicht mehr.

Auf einer Ebene traf ich dann auf „Freakcity“, eine Ansammlung von Wohnmobilen und Menschen, die sich mit Yoga und Jonglieren vergnügten. Weit und breit kein Hinweis auf eine andere Ansiedlung, lediglich ein paar nett angemalte LKW-Reifen.

Und einen Schmetterling habe ich „gefangen“.

Kurz vor dem Zwischenziel sehe ich zum ersten Mal geschälte Korkeichen.

Arles-sur-Tec (220m)
Dann komme ich zum niedrigsten Punkt dieser Tour
(außer natürlich Anfang und Ende, die direkt auf Meereshöhe liegen).

Palmen und Oleanderbüsche stehen am Wegesrand.

Im Stadtpark pausiere ich bis die schlimmste Mittagshitze vorüber ist.

Vom folgenden Aufstieg auf 1000hm habe ich keine weiteren Fotos. Der Schweiß lief aus allen Poren. Ich bin diese hohen Temperaturen in den Niederungen nicht mehr gewöhnt.

Als ich nach 3 Stunden den Gite Moulin de la Palette (661m) erreiche, wollte sich das Wirtspaar gerade auf den Weg machen, um über Nacht Freunde zu besuchen. Es waren bis dahin keine Gäste gekommen. So baten sie mich, allein zurecht zu kommen, mein Essen warm zu machen, etc. Und wenn doch noch Gäste kämen, könnte ich sie ja in Empfang nehmen und einweisen, so wie ich justament eingewiesen worden bin. Alles klar.

So lasse ich den Abend bei mp3-Klängen ausklingen und hüte den Haushund.
Welch ein Vertrauen! Danke!

Tag 23: ~8,6 Std. ~ 21 km /~760 m \~1560 m

Schreibe den ersten Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Schlagwörter