Lombardia

Tag 33, 2.8.:


Das Gewitter in der Nacht hat uns überrascht. Die WetterApp hat es nicht angekündigt. Gut, dass es ab 6 Uhr morgens nicht mehr regnet.

Kurz nach acht brechen wir vom Campingplatz Val di Sole in Peio-Fonti auf. Auf dem schön gelegenen Platz ist es noch völlig ruhig.

In Peio Paese ist schon morgens was los, auch in der Bar.

Kein Wandertag ohne Abschweifung vom Weg.

Der Lago Pian Palù ist zwar nur ein Stausee …

… seine Lage und Farbe sind dennoch  beeindruckend.

Nach einem kräftigen Anstieg durchstreifen wir eine Hochebene …

… und erreichen vor unserem Ziel den Passo Montozzo auf 2613Hm. Relikte des Ersten Weltkrieges sind hier in Mengen zu finden, auch diese Schützengräben …

Wie bisher immer haben wir auch im Rifugio Angelino Bozzi nicht reserviert. Ein bisschen maulig teilt uns das Hüttenwirtspaar mit, dass sie ‚komplett‘ sind, finden aber (wie bisher immer) doch noch zwei Betten, nachdem wir ihnen angeboten haben, unser Zelt draußen aufzustellen. Wir werden im 14-Bett-Zimmer einer italienischen SeniorenWandergruppe eingemeindet. Nach anfänglicher Distanz werden alle Fremdsprachenkenntnisse herausgekramt und zusammengeworfen und wir verstehen uns bestens. Wie immer: tutto bene.

Tag 33, 2.8: Peio Fonti -> Rifugio Angelino Bozzi – 10,6 Std. – 19,6km – /1735Hm – \544Hm

Tag 34, 3.8.:


Wir verabschieden uns von dem freundlichen, schnuckeligen Rifugio Angelino Bozzi des CAI Brescia, das früher (ab 1910) eine Kaserne der Finanzwache war. Heute ist es auch Station des MTB-Transalp-Klassikers ‚Albrecht-Route‘.

Rifugio Angelino Bozzi

Auf einem Militärweg des Ersten Weltkriegs …

… laufen wir gute zwei Stunden mit grandioser Aussicht auf die Adamellogruppe.

Wir steigen bis zu den Wolken.

Unser Ziel haben wir vor Augen. Links neben dem Corno Tre Signori befindet sich die gleichnamige Bocchetta.

Gipfel Tre Signore

Auf ca. 2800Hm sehen wir Wollgras mit See an Berg.

Wir steigen und steigen …

… der Anstieg wird anspruchsvoller …

… und nach ein paar letzten Hilfsketten erreichen wir den Durchschlupf, die Bocchetta dei Tre Signore auf 3102Hm!!

Geschafft: Bocchetta dei Tre Signori auf 3102Hm.

Wieder mit Ketten an kritischen Stellen gesichert …

… geht es steil bergab.

Übrig bleibt ein staunender Rückblick und wahrscheinlich eine lang andauernde Erinnerung.

Das Rifugio Bonetta am Passo Gavia erreichen wir am Nachmittag. Es ist voller Erinnerungsstücke an vergangene Radrennen des Giro d’Italia, die über diesen Pass geführt haben. 2023 soll es wieder soweit sein.

Die Gastleute sind herzlich, die Essensportionen gigantisch. Zum erstenmal kommen wir in den Genuss von Pizzoccheri. Es wird wohl nicht das letzte Mal sein.

Tag 34, 3.8: Rifugio Angelino Bozzi -> Passo Gavia – 6,3 Std. – 10,7km – /800Hm – \656Hm

Tag 35, 4.8.:


Obwohl wir den Bauch vom gestrigen Abendessen noch voll haben, frühstücken wir Linzer Torte und Schokoladekuchen. Völlig abgefüllt machen wir uns im Sonnenschein auf den Weg.

Der Höhenweg entlang des Torrente Gavia führt uns an schönen Wasserfällen vorbei.

An der Pian delle Marmotte biegen wir ab ins Val Frodolfo ab. Eine verfallene Schäferhütte zeugt von einer anderen Zeit.

Mächtige Bergbäche kreuzen unseren Weg. An einem dieser Bergbäche können wir von Glück sagen, dass gerade in diesem Moment eine neue, schmale Holzbrücke fertiggestellt wurde. Sonst hätten wir uns hier in Flussquerung erproben können.

Wir bedanken uns bei den Arbeitern und strawanzen weiter.

Erste Gletscher kommen in Sicht.

Die letzten Kilometer zum anvisierten Rifugio Pizzini sind recht zäh.

Lady C. entdeckt eine Baita, die nicht in meiner Karte verzeichnet ist. Nach einer kurzen Besichtigung bleiben wir hier anstatt zum Rifugio Pizzini weiter zu laufen.

Baita Cedes (2430Hm)

Belohnt werden wir mit einer tollen Aussicht auf die Gletscherwelt des Monte Vioz und seinen Nachbarn.

Wir haben wirklich einen Logenplatz.

Ein kleines Gewitter bei gleichzeitigem Kuhgeläut rundet den Abend ab. Buena notte.

Tag 35, 4.8: Passo Gavia -> Baita Cedes – 8,7 Std. – 18km – /798Hm – \976Hm

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