Slowitalia


Montag+Dienstag, 13.+14.9.:

Es geht durch immer ähnliche Landschaft: Hügel bis 1000Hm, Täler bis 500Hm, meist auf Forstschotterwegen, durch Weiler oder an einzeln stehenden Höfen vorbei …

… manchmal auch an deplatziert wirkenden Einfamilienneubauten; Holzwirtschaft, prachtvolle Gemüsegärten …

… und viel Stille, wenn keine Motorsäge zu hören ist.

All das wiederholte sich in den letzten zwei Tagen und wahrscheinlich wird es in den nächsten Tagen auch so bleiben.

Es ähnelt stark dem noch mehr wirtschaftlich ausgenutzten Mittelgebirge in Deutschland, nur dass es hier weniger Dörfer gibt und somit weniger Menschen wohnen.

Das optische Reizklima der Berge ist endgültig vorbei.

Letztendlich landen wir in Predjama, wo das größte Karsthöhlensystem Sloweniens beginnt. Ganze 9 km sind miteinander verbunden und können geführt erkundet werden. Eine mittelalterliche Burg „bewacht“ den Eingang.

Idrija – Crni vrh Nad Idrijo: 12,1 km – / 230 Hm – \ 570 Hm
Crni vrh Nad Idrijo – Predjama: 20,2 km – / 800 Hm – \ 600 Hm

Mittwoch, 15.9.:

Nach einer kurzen schönen Waldwanderung fängt die Latscherei wieder an. Die Via Alpina führt über einen Berg (1200Hm) und auf der anderen Seite wieder herunter.

Wenn man die Via Alpina in Triest beginnt, ist die Wegführung sicher sinnvoll, weil man endlich mal nach 3 Tagen auf einen ersten Berg steigt. Andersherum macht es wenig Sinn nochmal auf einen Hügel zu steigen, wo es doch gleichzeitig eine einfache, kürzere Umgehung gibt.

Auf dieser Umgehung ventilieren wir den weiteren Weg. Wir haben keine Lust mehr auf Forstschotterwege und Straßen, nur um fußläufig in Triest anzukommen. Außerdem soll es ab morgen Mittag kräftig regnen. Wir beenden hier unsere Wanderung.

Predjama – Razdrto: 10,4 km – / 337 Hm – \ 226 Hm

Wir finden eine Busverbindung nach Koper, eine slowenische Hafenstadt am kurzen Mittelmeerküstenstreifen dieses Staates.

Ein Bad im öffentlichen Strandbad, gleich neben dem Containerhafen, schließt unsere Wanderung nun ab. Auch o.k.

Wir feiern ein bisschen in der wirklich netten Hafenstadt,

…die auch gleichzeitig eine historische Altstadt aufweist.

Donnerstag, 16.9.:

So ganz können wir uns vom Laufen doch nicht verabschieden. Vor dem großen Regen wollen wir noch von Koper (SLO) nach Muggia (I), dem eigentlichen Startort der Via Alpina, gehen.

Zunächst durch die Industrial Area von Koper,

… dann durch ein bisschen Hügelland mit kurvenreichen Sträßchen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass es hier mal eine harte, gesicherte Grenze zwischen Italien und Jugoslawien gegeben hat …

Muggia ist ein idyllisches kleines Hafenstädchen kurz vor Triest. Just in dem Moment, in dem wir die Altstadt erreichen, beginnt es zu regnen …

Wir suchen Schutz in einer Bar (sowas hab ich in Slowenien echt vermisst) …

… und warten auf die Fähre nach Triest, weil Lady C. doch so gern Boot fährt …

Triest hat uns wieder. Über booking.com haben wir wieder eine Herberge mit interessanter Aussicht gefunden.

Doch wie weiter? Eigentlich haben wir noch ca. 10 Tage bis zu unserer geplanten Heimreise. Das Wetter wird im Alpenraum nach drei Tagen wieder trockener. Wir durchdenken verschiedene Varianten:

– 3-Tage-Hüttentour im Friaul: 2 der Hütten schließen bereits in 3 Tagen.
– Via Monte Lariani am Comer See: Es gibt kaum Hütten, und somit wenig Übernachtungs- und Vepflegungsmöglichkeiten; außerdem dauert die Anfahrt lange.

Wir merken, dass wir etwas krampfhaft versuchen, noch irgendetwas Bergwandermäßiges dranbasteln zu
wollen und es nicht so richtig zündet.

Letztendlich entscheiden wir uns für einen Stadtbesuch in Ljubiljana und anschließender Heimfahrt mit der Bahn. Das wiederum fühlt sich schlüssig an.

Freitag, 17.9.:

Wir passen uns der italienischen Lebensweise an und verbringen den Vormittag bei Schokoladekuchen, Wein und Schinkenbroten in verschiedenen Trattorien.

Am Nachmittag flixbussen wir nach Ljubljana, gerade noch rechtzeitig zum Einbuchten …

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