KS-Como: Sommerliche Täler und schwarze Wälder

Tag 7, Mittwoch, 18.4.:

Heute, Mittwoch, ist mein erster Ruhetag (neudeutsch: zeroday).

In Langenbrand, auf den ersten Höhen des Nordschwarzwaldes, habe ich mich in einem Gasthof eingenistet: Ausschlafen,  Wäsche waschen, Körper und Fahrrad pflegen, Lesen und nichts tun ist heute angesagt, – ganz schön viel auf einmal.

Tag 6, Dienstag, 17.4.:

Der Neckar und die Enz bestimmten gestern weitgehend den Verlauf meiner Radtour.

In Neckarwestheim erhaschte ich einen Blick auf die multireligöse Kultstätte, die der Göttin Energie gewidmet ist. Soll einer sagen, die menschlichen Kulturen haben bei bestimmten Götzen keine Gemeinsamkeiten.

Das Enztal verzaubert dann wieder die Sinne. Weinhänge wechseln mit Kleingärten ab bzw. mischen sich auf idyllische Weise.

Außerhalb der Orte hatte ich manchmal den Eindruck, dass die Zeit stehen geblieben ist.

Dazwischen Ansiedlungen von Eigenheimen, umrahmt von Kleinindustrie und Einkaufszentren. Die Anordnung ist häufig sehr ähnlich, – wenn da nicht die alten Ortskerne wären, die noch etwas Unterscheidbares haben.

Die Enz war früher auch ein Tal der Holzflößer.
Eine beeindruckende Skulptur am Radweg erinnert an diese harte Arbeit.

Und dann, kurz vor ‚Feierabend‘, kam der Schwarzwald.

Den Abzweig hinter Pforzheim ins Nagoldtal hatte ich vor lauter meditativem Kurbeln und wunderschöner Landschaft verpasst und bin im Enztal weiter gefahren. Die Korrektur führte mich steil aufwärts auf die ersten Höhen des Schwarzwaldes. Mountainbiker (neu: Bergradfahrer/innen) sagen dazu: Das kostet Körner.

Durch kühlen, einsamen Wald ging es stetig bergauf zu meiner jetzigen Ruhetagsbleibe. Ich bin froh, diesen auf etwas luftiger Höhe zu verbringen.

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