Unterwegs auf Überraschungstour

Mit diversen Apps zur Reiseunterstützung und -buchung (Rome2Rio, GetByBus, TrainLine, Booking, …) planen wir eine Route raus aus der Hitze und rein in die kühleren evtl. sogar regnerischen Berge.

Etappen:

  • Bus von Milna nach Starigrad auf Hvar
  • Fähre von Hvar nach Split, dort bis zum Abend nur Siesta im Park, weil zu heiß
  • Nachtbus von Split nach Ljubljana. Hier erleben wir den ersten Regen.
  • Bus von Ljubljana nach Triest. Am Busbahnhof fragen wir mal nicht online, sondern menschline und bekommen eine wirklich optimale und kostengünstige Busverbindung für den nächsten Morgen vermittelt.
  • Übernachtung in Triest, einer sehr lebendigen und gleichzeitig altehrwürdigen Stadt (gemerkt für nochmaligen Besuch).
  • Um 6:40 Uhr bussen wir von Triest weiter in die Berge. San Candido, auf deutsch Innichen, ist unser Ziel. Die Fahrt dauert 6 Stunden und führt durch die Region Veneto/Friaul. Wir haben dabei phantastische Aus- und Tiefblicke.

Jetzt braucht es noch ca. zwei Stunden zu Fuß durch das Innerfeldtal und wir erreichen die am Talende gelegene Drei-Schuster-Hütte, umgeben von mehreren Dolomitgipfeln.

Angekommen. Von hier aus soll es wandernd weitergehen, – soweit mein Knie mitmacht.

Wir haben die Drei-Schuster-Hütte nicht zufällig ausgesucht. Ein Überraschungseffekt ist damit verbunden. Doch davon später …

Wir planen eine Rundwanderung, die Innerfeld-Talabschlussrunde. Sie wird uns die Drei Zinnen auf halbwegs einsamen Wegen näher bringen.

In der Früh steigen wir zum W….joch auf. Hier führt eine seilgesicherte Rinne …

… auf einen Steig, der stückweise eine immer bessere Sicht auf die Drei Zinnen erlaubt.

Als sich dann noch Edelweiß am Wegesrand dazu gesellt, ist der Kitsch komplett und gleichzeitig bin ich sehr erfüllt von dieser Aussicht.

Jetzt bin ich schon ca. 25 Jahre in den Bergen unterwegs, und komme erst jetzt zu den Drei Zinnen, die ich auf dieser Tour wirklich ohne jeden Trubel genießen konnte.

Eintausend Meter Abstieg sind dann nochmal ein guter Test für mein Knie. Bestanden.

Dabei erblicken wir weitere Felsformationen, die uns in unserem Menschsein demütig machen.

Seit mehr als 25 Millionen Jahren existieren sie und werden weiter existieren, auch wenn von der Menschheit kein Krümel mehr übrig ist.

Auf dem Rückweg erkunden wir schon mal ein schönes Plätzchen für unser Zelt.

Doch jetzt kommt erstmal noch das Überraschungsei des Tages …

Lady C. hat das Wort:

Wäre ich nicht mit Klaus unterwegs, wäre ich mit „unserer“ Wandergruppe jetzt hier.
Die lieben Freunde sind auf der „Watzmann zu den drei Zinnen Tour“ und völlig überrascht über unser plötzliches Auftauchen hier in der Drei Schuster Hütte.
Dieses Hallo, die erstaunten Augen und „wo kommt ihr denn her?“ war schon echt klasse.
Abends beim Essen wird viel erzählt und Klaus und ich gehen gegen 21:30 Uhr in den Wald zum Zelten.

2 Kommentare

  1. Volker Hildebrand
    30. August 2021
    Antworten

    Die Überraschung ist Euch wirklich gelungen! Mit Euch hätte ich im Leben nicht gerechnet! So ein tolles Wiedersehen!

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