Werra-Burgen-Steig im Oktober

Ohne lange zu planen habe ich mich aufgemacht und bin die Hälfte des Werra-Burgen-„Steigs“ von Hann.-Münden bis Bad Sooden-Allendorf gegangen, – hauptsächlich auf Forstwegen und hauptsächlich im Regen und hauptsächlich mit Regenschirm. 

Dieser war mir wirklich echt nützlich und ich werde in Zukunft immer einen mitnehmen. Ich muss mich nicht in Regenkleidung einhüllen, in der ich auch ohne Regen durch mein eigenes Kondenswasser nass werde.

Wirklich gewundert habe ich mich über den großen Anteil an Forstwegstrecken. Inwieweit das mit den Begriffen „Steig“ und „Premiumweg“ in Einklang zu bringen ist, möchte ich gern mal herausfinden.

Nach einem Wandertag mit permanenten Regen erreichte ich in der Dämmerung Burg Ludwigstein, wo mir die Mitarbeiter einen Schlafplatz im Ritterlager zuwies. 

Zwei Wochen später bin ich im südlichen Teil des Werra-Burgen-Steigs von Nentershausen nach Bad Sooden-Allendorf unterwegs.

Hier ist der Begriff „Steig“ häufiger angebracht, insbesondere in der Hessischen Schweiz, die mich durch Landschaft, Aussicht und die Wegführung sehr beeindruckt hat. Ein nochmaliger Besuch ist vorgemerkt, jedoch dann mit einer selbst ausgearbeiteten Route, die nur durch diese Region führt.

Erkenntnisse:

  • Der Name „Steig“ ist kein Garant für eine Wanderung auf hauptsächlich schmalen Pfaden.
  • Ein Schirm leistet im Regen bessere Dienste als das ganze Outdoor-Jacken und-Hosen-Gedöns.
  • Im Dauerregen ist es sinnvoll eine trockene, gastfreundliche Unterkunft als Geschenk anzunehmen.
  • das DraußenSein-Abendessen muss kalorienreich und schmackhafter werden, gleichzeitig aber auch einfach herzustellen
  • Tagesetappen von 40 km und mehr mit den typisch zusätzlichen Höhenmetern des Mittelgebirges und einem 11-kg-Rucksack sind machbar, – für Wanderungen über mehr als 2 Tage werde ich die Etappen jedoch auf 30 bis 35 km reduzieren.
  • Zelt oder Tarp nur wenn notwendig aufbauen.
  • In den Schutzhütten gibt es meist einen Betonboden, der nicht einladend und recht fuß- und schlaf-kalt ist
  • -> am besten außerhalb übernachten.
  • Im Wald gibt es so gut wie keinen Morgentau. Meine Sachen (Schlafsack, Zelt, Tarp, Kleidung, etc.) bleiben trockener.
  • -> so weit möglich im Wald oder am Waldrand übernachten
  • Ein Übernachtungsplatz im Nadelwald ist angenehmer (weil trockener und „weicher“) als ein Blätterbett im Buchenwald (weil „erdiger“ und somit feuchter).

Schreibe den ersten Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Schlagwörter