Tag 80: Herausfordernder Abstieg
Die Nacht im Stöhrhaus hoch über Berchtesgaden war regnerisch und windig. Heute soll es nachmittags regnen. Vor uns liegen 450hm Auf- und ca. 1800hm Abstieg.

Ein letzter Blick auf die in Wolken gehüllte Watzmann-Familie …
Es geht lange über eine Karst-Hochebene mit Latschenkiefernwäldern.
Um einen weiteren Anstieg auf den Salzburger Hochthron bei unsicherem Wetter zu vermeiden, nehmen wir einen anderen Weg, der auf der Karte einfacher erscheint.
Dieser Thomas-Eder-Steig führt uns durch eine Steilwand,
in die lokale Höhlenforscher einen Treppen- und Tunnelweg gebaut haben.
Wir machen Pause. Etliche Krähen wollen unsere Brote.
Das angekündigte Regenwetter zieht auf. Steil geht es weiter durch Regen und Nebel bergauf und bergab. Der Weg geht über in den Dopplersteig, was uns erst Stunden später klar wird. Zwar ist der Steig gut markiert, doch die vielen „Himmelsleitern“ haben es in nassem Zustand und sehr steil bergab in sich und verlangen höchste Aufmerksamkeit. Hoffentlich erreichen wir unser Ziel noch im Hellen.
Nach Stunden unten wohlbehalten endlich angekommen wird uns erst klar, worauf wir uns da eingelassen haben: Der Dopplersteig wird normalerweise bergauf und bei trockenem Wetter mit Tagesrucksack begangen. Wir feiern das Gelingen der letzten alpinen Etappe beim Mostwastl in Eichet.
Kenndaten: 8 Std., 13 km, / 313 Hm, 1.740 Hm
Ich stoße an auf euer grandioses Gelingen! Herzlichen Glückwunsch und weiterhin einen guten Weg!
Tapfer, tapfer!