HRP-West: Rif. Estos -> Pleta de Llosas

TAG 23, Donnerstag: ¡HOLA!

Nach illustrem weinseligem Abend in europäischer Gesellschaft verdrückte ich das von mir (zum vorletzten Mal) bestellte süße Verpackungsmüll-Frühstück und machte mich auf den Weg.

Das Rifugio Estos liegt wirklich traumhaft am Talende des Val (naah? – richtig!) Estos.

Bei diesem wunderbaren, sonnigen, klaren Herbstwetter kamen mir einigen Wandernde aus dem Tal entgegen, die ich schon recht routiniert mit ¡Hola! begrüßte. Nur die Aussprache des umgekehrten Ausrufezeichen fällt mir noch etwas schwer.

Ein etwas schattiger, aber deshalb nicht weniger gewaltiger Wasserfall lässt mich zum Bestaunen einen kleinen Umweg machen. Kommt leider auf dem Bild nicht so gewaltig heraus, war aber so.

Beruhigend! Auch in Spanien gibt es AkribistInnen …

Am Ende des Val Estos erwartete mich ein großer Parkplatz, dessen Größe Rückschlüsse auf den Andrang in der sommerlichen Ferienzeit zuließ. Ein kurzes Stück ging es am Rio Esero in nördliche Richtung. Dann, am Beginn des gegenüberliegenden Tales durchquerte ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Buchsbaumwald. Es war feucht und etwas modrig und strahlte gleichzeitig Urwüchsigkeit aus.

Rückschau zeigt Schönheit

Es ging mal wieder über dirt road gute 1.200 Höhenmeter aufwärts. Hat etwas Meditatives an sich, wenn ich gar nicht auf Wegart und -richtung achten muss. Und ich werde schnell dabei …

Schon eine Cabana ist dann eine Abwechslung, die ich mir dann näher anschaue …

Von außen eine attraktive Selbstversorgerhütte: Cabana del Quillion

von innen eher eine schimmelige Ranzbude, aber zur Not eben gerade noch o.k.

Endlich. Das Ende des Zufahrtsweges zum Rifugio de Coronas liegt in einem malerischen Hochtal, dass zum Picknicken und Pausieren einlädt.

Ich machte mir Hoffnung auf ein naturnahen Pfad, dem ich folgen konnte …

Der Weg wurde zwar naturnah, gleichzeitig aber irgendwie „unrund“ zu begehen … vielleicht lag es auch nur an meiner schon aufkeimenden Müdigkeit.

Ich erreichte letztendlich die Pleta de Llosas, eine Hochebene unterhalb der (naah!? – richtig!) Llosas-Seen. Leicht sumpfig mit wunderbar klarem Wasser um mich herum, jedoch mit genügend trockenen Stellen, um ein Zelt aufzustellen.

Das Abendlicht war magisch und machte still.

Tag 23: ~9 Std. ~22 km  /~1.280 m \~ 980 m

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