Schnee- und Windgestöber

Zunächst in der Wettervorhersage, dann in der Realität ändert sich das Wetter. Interessante Wolkengebilde ziehen über den Pizzo Lucendro hinweg.

Noch bleibt der Himmel am Morgen wolkenarm und farblich beeindruckend.

Bei einem weiteren SpätNachmittagsSpaziergang auf Schneeschuhen sehe ich aufkommende Wolken aus dem Südosten. Die Hütte liegt schon im Schatten der Berge.

Die letzte Nacht hat den ersten Schneefall gebracht. Die Landschaft wirkt wie mit Zucker gepudert.

Donnerstag wird in der Innerschweiz mit dem ’schmutzigen Dunschteg‘ die Fasnacht eröffnet. Wir schicken einen passenden Skitourengeher als Abordnung dorthin.

Derweil nehmen wir reihenweise Annullierungen fürs kommende Wochenende entgegen, weil Schnee, Sturm und Lawinenstufe 4 angekündigt werden.

Derweil lassen wir es lockerer angehen. Es gibt Muße für Lesen und Hüttenhund Hilas streicheln.

Eine Hunderunde führt mich ein Stück hinab auf dem Normalabstieg. Ich kann bei noch klarer Sicht bis ins Witenwasserental hinuntersehen und entdecke dabei die Alm von Oberstaffel. Wie winzig sie von hier ist.

Heute wird die Hütte mangels Gästen geschlossen. Der Regel entsprechend holt Pia bei kräftigem Wind die Hüttenfahne (Flagge des Kanton Uri) ein.

Am Folgetag lässt sich eine geführte Gruppe nicht abschrecken und steigt bei Schnee und Wind zu Hütte auf. Sie nutzen  eine NichtSchneeUndNichtNebelLücke, um auf den Pizzo Lucendro zu steigen. Bei der anschließenden Abfahrt kann ich sie in Pixelform fixieren. Wer findet sie?

Über Nacht und den Tag schneit und windet es so, dass der Hütteneingang schon etwas zugeweht ist. Pia kommt nur gebückt auf ihren Schneeschuhen nach draußen.

Die Wesite skitourenguru.ch ermöglicht es, für eine spezielle Route die aktuellen Gefahrenstellen zu ermitteln. Als Beispiel hier der Normalweg von Realp zur Rotondohütte bei allgemeiner Lawinengefahrstufe 3. Es ist eigentlich selbsterklärend und eine tolle Unterstützung für die Risikobewertung einer geplanten Route.

Die dazu passende Realität an der Rotondohütte sieht dann so aus …

Blick aus der Küchentür, – brrrrr

10 Personen sind für die Übernachtung angekündigt. Es kommen lediglich zwei. Die restlichen bleiben unabgemeldet weg.

Bei diesem Wetter empfinde ich das schon ziemlich unverantwortlich, weil letztendlich nicht klar ist, ob sie auf der Strecke oder daheim geblieben sind. Wir nehmen letzteres an.

Laut Pia nimmt das Wegbleiben ohne Abmeldung in den letzten Jahren zu. Nicht nur für die Essensvorbereitung ist das doof. Auch eine evtl. notwendige Bergrettung wird nicht mehr ausgelöst, weil keine Unterscheidung mehr zwischen fehlender Abmeldung und einem eventuellen Bergunfall gemacht werden kann.

Eishacken und Schneeschaufeln. Ich lege einen gestuften Zugang zur Hütte an.

Freigeschaufelt. Der grabende Hobbit schaut aus seiner Winterhöhle.

Das Wetter ist nicht so streng wie angekündigt. Eher wechselhaft. Hier rollt mal wieder eine Wolkenfront mit Schnee an.

Der wunderbare Gegensatz nach einer Stunde. Schneeschuhspaziergang mit sonniger Bergbeleuchtung.

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